Jetzt Kuba bereisen vor der Amerikanisierung

Jetzt Kuba bereisen vor der Amerikanisierung

// 26.10.2015 //

Denkt man an Kuba, denkt man insbesondere an den Charme der 60er Jahre, charmante Städtchen mit morbidem Charakter: Bunte Kolonialbauten, von denen der farbige Putz bröckelt. Romantische Oldtimer, die laut vorbei knattern. Kuba. Ein Land, in dem die Zeit irgendwann zwischen Che Guevara und Fidel Castro stehen geblieben ist. Durch die internationale Öffnung und Aufnahme der Handelsbeziehungen insb. zu den USA droht dieser Urlauber-Idylle demnächst eine Amerikanisierung.
Wer also dieses historische Kuba bereisen will, sollte sich mit seinen Reiseplänen jetzt beeilen. Denn die Öffnung der sozialistischen Karibik-Insel dem Westen gegenüber führt auch zu einer absehbaren Zeitwende in Kuba.

Jetzt Kuba bereisen vor der Amerikanisierung

Geschichte und Amerikanisierung Kubas

Die Feindschaft Kubas mit seinen mächtigen Nachbarn, den nur 90 Meilen weit entfernten USA, überdauerte mehr als fünf Jahrzehnte. Der andauernde Stillstand jeglicher Handelsbeziehungen prägt das heutige Bild von Kuba. Nach Außen hin hat sich auf der Insel seit Ende der kubanischen Revolution 1959 nicht viel verändert. Schwache Wirtschaftskraft, kaum Internetanbindungen, heruntergekommene Gebäude und Straßen. Aber eben auch die berühmten farbenfrohen Kolonialbauten und charmant knatternden Oldtimer, die noch immer das Stadtbild Havannas prägen, haben hier ihren Ursprung.
Im April 2015 nahmen die USA nun erstmals wieder diplomatische Beziehungen zu Kuba auf. Die vollständige Auflösung des verhängten Handelsembargos ist zwar noch lange nicht absehbar, die Karibikinsel öffnet sich jedoch vermehrt auch anderen westlichen Investoren. Und ausländische Firmen warten nur darauf, hohe Summen in die Hand zu nehmen und auf der Insel zu investieren. Auch der Tourismus wird von Jahr zu Jahr stetig anwachsen.

Havanna (Kuba)

Havanna (Kuba)

Das heutige Cuba ist noch sichtbar geprägt durch kulturelle Vielfalt, entstanden aus spanischen, afrikanischen, französischen, britsichen und asiatischen Einflüssen. Kaum ein anderes Land ist so bekannt für lockeren Hüftschwung zu mitreißender Musik. Rhythmus und Taktgefühl scheinen den Kubanern in die Wiege gelegt. Kaum vorstellbar, dass ein Straßenzug nicht von lauten Salsaklängen durchflutet wird.

Kolonialzeit und Konzerne in Kuba

Was passiert nun mit der Karibikinsel, nach der Öffnung gegenüber mächtigen Investoren? Fast steht fest: Das Stadtbild Havannas wird sich ändern. Viele der prachtvollen Bauwerke aus der Kolonialzeit weichen großen Hotelanlagen oder den Hochhäusern mächtiger Konzerne. Große Modeketten und kleine Imbissbudenbetreiber wittern ihre Chance auf Profit. Und auch der Oldtimer wird über kurz oder lang durch schicke BMWs und protzige Landrover von den Straßen Kubas verdrängt werden. Das dürfte auch die klassischen Kuba Reisen (vgl. etwa aventoura.de beeinträchtigen bzw. verändern.

Fazit: Kuba jetzt bereisen

Um Kuba mit seiner so reichen, lebendigen und vielseitigen Kultur vergangener Tage erleben möchte oder sich auch nur nach einer kulturellen Rundreise mit unmittelbarem Kontakt zu den als großherzig und liebenswert bekannten Kubanern sehnt, sollte nicht mehr lange mit seiner Reise zögern und auf Erkundungstour gehen, bevor die Massen kommen – also Kuba besser heute als morgen bereisen.

Robert Hartl Robert Hartl veröffentlichte Jetzt Kuba bereisen vor der Amerikanisierung am in Amerika, Reiseberichte. Er ist Autor für Urlaub Weblog, dieser Webseite. Folge Robert Hartl auf Twitter, Google+.

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